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  • MODELLTECHNIK - INNOVATION
    vom Prototyp bis zur Serie

Verfahrensbeschreibung

Die Stereolithographie ist das älteste und am meisten verbreitete Rapid Prototyping Verfahren.

Während des Bauprozesses wird ein physisches Modell schichtweise in einem zähflüssigen Harz erzeugt. In einem Behälter mit flüssigem Monomer befindet sich eine höhenverstellbare, horizontale Bauplattform. Diese Plattform dient als Träger für das Modell und wird schichtweise um einen definierten Betrag abgesenkt.

Die Vernetzung des Harzes erfolgt durch Photopolymerisation, ausgelöst durch UV-Licht. Dabei überstreift der UV-Laser die Kontur der zu bauenden Schicht.

Aufgrund der Absorption des Lichtes durch das Harz wird die Dicke der auszuhärtenden Lage auf wenige Zehntelmillimeter beschränkt. Nach der Vernetzung einer Schicht senkt sich die Plattform um eine Schichtstärke ab und wird erneut mit flüssigem Harz bedeckt.

Um eine glatte Oberfläche des Photopolymers zu erreichen, wird diese mit einem Wischer geglättet. Danach kann die nächste Schicht ausgehärtet werden.

Das Nennmaß des Bauraumes ist Maschinenabhängig. Große Prototypenbauteile können mehrteilig gebaut und mittels Montagevorrichtung gefügt werden.

Die mittels Stereolithographie hergestellten Teile lassen sich mechanisch bearbeiten, kleben und lackieren. Sie geben einen ersten optischen Eindruck und können als Einbaumuster dienen. Stereolithographieteile sind wenig belastbar. Häufig werden sie als Urmodelle für das Vakuum-Gießen verwendet.

Vorteile der Stereolithographie:

- zur Zeit das genaueste Rapid Prototyping Verfahren
- Bauteile mit hoher Komplexität herstellbar
- bietet die Möglichkeit zur Herstellung von Hohlräumen

Nachteile der Stereolithographie:
- kein belastbarer Prototyp
- verfahrensbedingt an photosensitives Material gebunden
- Notwendigkeit einer Stützgeometrie
- in jedem Fall Nachvernetzung und mechanische Nacharbeit notwendig

Anwendungsbeispiele:
- komplexe Bauteile als Designmuster oder Muster zur Konstruktionsüberprüfung
- Urmodelle für das Folgeverfahren:
⇒ Vakuumgießen

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